Fischereiverein Rastede (Oldb.) e.V.
Mitglied im Angelfischerverband im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V.

Über uns

Erstes Schriftstück

Am 1. Dezember 1951 trafen sich acht Freunde im „Hof von Oldenburg“:

  • Carl Meyer (Kleibrok),
  • Georg Ahlers (Rastede),
  • Georg Indorf (Neusüdende),
  • Walter Mitwollen (Rastede),
  • Wilhelm Hülsebusch (Rastede),
  • Jonny Töpken (Rastede),
  • Hugo Jurczyk (Lehmden) und
  • Lambert Haas (Liethe).


Sie diskutierten die von Carl Meyer vorgetragene Idee, in Rastede einen eigenständigen Angelverein ins Leben zu rufen. Der Abend endete mit dem Beschluss, eine Kommission einzusetzen, die Verbindung mit dem Jade-Sportfischer-Verein aufnehmen sollte. 

Dieser Beschluss wurde auf eine Speisekarte niedergeschrieben, welche im späteren als ,,das erste Schriftstück" und Protokoll zur Vereinsgründung bestimmt sein sollte.

Carl Meyer


Am 29. Januar 1952 wurde die erste Versammlung abgehalten und der Sportfischerverein Rastede e.V. aus der Taufe gehoben. Zum ersten 1. Vorsitzenden wählten die Anwesenden Carl Meyer

Er schloss die Versammlung mit den Worten: „Wir wollen den Fisch hegen und pflegen. Der Verein soll blühen und für den Ort eine Zierde werden.“

Durch die an der Jade ansässigen Vereine Varel und Jade-Wapel wird unter Vereinbarung mit dem Entwässerungsverband Jade und dem Sfv Rastede die Pachtstrecken des Jade-Systems geteilt. Hierdurch erhält der Sfv Rastede die Hahner Bäke, das Geestrandtief und die Jade vom Zusammenfluss der Hahner Bäke bis zur Kleibroker Straße.

Durch die Einigung der Gewässerteilung entsteht die Besatzgemeinschaft Jade, welche sich bis heute aus dem SFV Varel e.V., FV Jade-Wapel e.V. und dem SFV Rastede e.V. zusammensetzt. 

Am 08. Mai 1963 wird die ehemalige Kieskuhle in Nethen heute bekannt als Heidesee angekauft. Der Heidesee weist die ersten Jahre keine Vegetation, schlechte PH-Werte und wenig Lebensqualität auf. Durch Eintrag von Kalk und Förderung von Nährstoffen, sowie Anpflanzungen und immer widerkehrenden Fischbesatz mit geringen finanziellen Mitteln, wird der Heidesee im folgenden Jahrzehnt zum Aushängeschild und Hausgewässer des Sportfischerverein Rastede e.V.

Im Jahr 1974 sollte der Heidesee für das Projekt Erholungsgebiet Nethen von der Gemeinde an einen Privatinteressenten verkauft werden. Als Ausgleich sollte durch die Gemeinde der Ellernteich im Schlosspark ausgebaut und zum Angeln freigegeben werden. Im Falle eines Zwangsverkaufs wäre der Verein mit einer Ausweichfläche eines neuen Geländes mit See, im Zweifel mit einer Absicherung von 50.000 DM bezahlt worden. Der Verkauf blieb im Folgejahr aus, da der Privatanleger das Projekt aufgegeben hat.

Im Jahr 1976 wurde der Ellernteich durch die Gemeinde mithilfe von ehrenamtlichen Kräften des SFV Rastede neu gestaltet und frisch bewirtschaftet, sodass einer fischereirechtlichen Nutzung nichts mehr im Wege stand. Vergrößerungsarbeiten ließen den Schwanenhügel und die Inseln entstehen.


Am 05. Oktober 1976 schloss August Müller den bis heute geltenden Fischereipachtvertrag mit der Gemeinde Rastede und eröffnete den Mitgliedern des Vereins ein neues Stillgewässer. 

Am 11. April 1984 beschließt der Verein die Anpachtung des Schlossteiches durch August Müller zur Aufzucht von Brut- und Kleinfischen, als Besatzmöglichkeit. 


Am 07. Oktober 1986 kommt es zum Kauf des 6,4 ha großen Loyer Geländes mit Schafstall und zwei Teichen durch Josef Pawlik und Heino Schindler (SFV Rastede). Gekauft wurde das Gelände von der Firma Weirauch für 180.000 DM. 

Zur Finanzierung des Loyer Geländes wurde am 30. Oktober 1986 der Verkauf des Heidesees zur Finanzierung an die Gemeinde Rastede vollzogen. Eine Weiternutzung des Heidesees wird beim Verkauf vereinbart, sodass der Verein das Fischereipachtrecht behielt.  

Am 29. Mai 1996 schloss Wilfried Prygoda (SFV Rastede) mit der Firma Anton Puvogel & Söhne einen Gestattungsvertrag zur fischereiliche Nutzung der Hahner Sandkuhle (bekannt als Hahner Kieskuhle) ab.

Einige Jahre später schlossen Wilfried Prygoda und Martin Kämpfer am 27. Februar 2002 einen Pachtvertrag mit Diekmanns Transporte für die entabgebaute Diekmanns Kuhle (heute bekannt als Spohler Seen) ab. Gekauft wurden die Seen anschließend von der Molkerei Ammerland. Der Pachtvertrag gilt bis heute.

Im Jahr 2008 beschließt der Verein die Vereinshütte in Loy zu verblenden und ein neues Dach zu errichten. Das Mauerwerk, das Dach, die Pflasterarbeiten und Dämmungen werden in Eigenleistung durch die Mitglieder erbracht.

Im Jahr 2009 wird der Gestattungsvertrag der Hahner Kieskuhle, aufgrund von überhöhter Pachtvorstellungen des Besitzers, nach Abstimmung auf der Hauptversammlung, nicht verlängert. 

Zwischen den Jahren 2009 bis 2012 wird in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. die Hülsbäke im Schlosspark renaturiert. Die hier vorhandenen Sohlstufen (3-4m Höhe) verhinderten einen Aufstieg der Bach- und Meerforellen ins Flussgebiet oberhalb (Wald). Diese wurden entfernt, der Bachlauf mit Pfählungen in eine natürliche Form gelenkt und Kiesbetten angelegt. Desweiteren wurden im Mündungsbereich zum Geestrandtief mehere Tiefwasserbecken angelegt. Ein E-Fischen im Jahr 2013 zeigte riesen Erfolge der Maßnahmen. Es wurden bis zu 60 Bach- und Meerforellen, darunter mehrere große Milchner von bis zu 70cm und seltene Bachneunaugen nachgewiesen.

Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels wird auf Anfrage und Druck der Vereinsmitglieder und insbesondere durch die anstehende Satzungsanpassungen im Jahr 2017 durch Jan Andräs angeregt den Vereinsnamen von Sportfischerverein Rastede e.V. in Fischereiverein Rastede e.V. umzubennen. Der frühere Gedanke des Sportfischens sei nach Ansicht vieler nicht mehr zeitgemäß. Mit einer 2/3 Mehrheit wird die neue Satzung und die Namensänderung auf der Hauptversammlung beschlossen. 


2018 kündigt Jan Andräs den Pachtvertrag des jahrelang nicht mehr genutzten Schlossteiches.

Zwischen den Jahren 2022 bis 2024 fanden unfangreiche Umgestaltungsarbeiten des Geländes statt. Baumreihen, Überwuchs, Hoher Strauch- und Laubeintrag wurden entfernt, Lichtschneisen, Lichtungen und Angelplätze freigestellt und drei Flachwasser- und Laichzonen in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Weser-Ems unter Finanzierung der Bingo Umweltlotterie Niedersachsen neu gebaggert, gestaltet und bepflanzt.

Zusätzlich kamen im Jahr 2024 zwei Röhrichtinseln mit Verbiss- und Predatorenschutz zur Erweiterung der Unterstands- und Laichmöglichkeiten des Kleinfischbestandes in den Großen Loyer See. Geliefert und AUfgebaut wurden die Inseln durch die Firma Rietmann Ökologie. Finanziert wurden die Inseln durch die LzO-Stiftung.

Eine weitere Röhrichtinsel wurde im Jahr 2025 ebenfalls durch die Firma Rietmann im Heidesee in Nethen zum Schutzaufbau der Kleinfische aufgebaut.